KANAL X


Hier finden Sie Filme aus dem Archiv vom Kanal X.
Dem ersten und einzigen Piratenfernsehsender der DDR.
Bitte kontaktieren Sie uns bei weitergehendem Interesse.

(You could browse through Documentations and Videos
from the first pirate TV Station in east Germany – 1990 –
Channel X / Kanal X located in Leipzig)

Logo des Piratensender Kanal X
Logo des Piratensender Kanal X

Piratensender „Kanal X“Das kurze Jahr der Anarchie im DDR-Fernsehen

Der Leipziger Piratenfernsehsender „Kanal X“ ging am 17. März 1990, am Abend vor der letzten Volkskammerwahl, auf Sendung. Bis 1991 strahlte „Kanal X“ vom Haus der Demokratie Sendungen aus. „Bei ihrer Arbeit mussten die Macher jedoch mit einigen Widrigkeiten kämpfen. Weil zum Beispiel die Antenne nur in eine Richtung sendete, konnte Kanal X nicht in ganz Leipzig gesehen werden. Wer den Sender dennoch empfangen konnte, bekam in unregelmäßigen Abständen unter anderem Videokunst, übersetzte Nachrichten von ausländischen Sendern, lokale Politik- und Kulturbeiträge, Diskussionsrunden und Straßenumfragen zu sehen.“ (Felix Hügel: Mut zur Lücke im Osten. Kanal X – der einzige Piratenfernsehsender der DDR, Stand 13. März 2010)

Reportagen

Reportagen sind journalistische Formate, die tiefgehende Einblicke in bestimmte Themen, Ereignisse oder Situationen bieten.

Auftragsproduktionen

Auftragsproduktionen können eine Vielzahl von Formaten umfassen, darunter Werbespots, Imagefilme, Schulungsvideos, Dokumentationen, Eventvideos und vieles mehr.

Interviews

Interviews sind eine faszinierende Möglichkeit, tiefer in die Gedanken und Erfahrungen anderer Menschen einzutauchen.

Mitschnitt

Ein Mitschnitt bezieht sich auf die Aufzeichnung von Audio- oder Videoinhalten, entweder in Echtzeit oder als vorherige Aufnahme. Diese Aufzeichnungen dienen oft dem Zweck der Dokumentation, Analyse oder Archivierung.

Material

Videomaterial kann in verschiedenen Formaten vorliegen, darunter Filme, TV-Sendungen, Werbespots, Online-Videos, Schulungsvideos, Dokumentationen und mehr.

Kanal X intern

Es war allgemein bekannt, dass unter diesem Dach auch ein Piratensender gegen geltende Mediengesetze verstieß. Doch für Jähnig stellte dies kein Problem dar – schließlich gab es so viele Dinge, die vom Staat und der Partei verboten worden waren.

Ressourcen – Kanal X

Über einen Zeitraum von zwölf Monaten, bis zum April 1991, war der lokale Leipziger Sender „Kanal X“ auf Sendung. Doch als die rechtlichen Unsicherheiten beseitigt wurden und die Bundespost das Medienrecht umsetzte, drohten plötzlich drastische Konsequenzen in Form von Freiheitsstrafen. Trotz Bemühungen, „Kanal X“ zu legalisieren, endete dieser Versuch letztendlich erfolglos.

Kanal X intern

„Vorsicht. Sie sind jetzt auf Sendung bei ‚Kanal X‘. Es kann gefährlich werden. Auch für Sie. Noch können Sie abschalten.“

Kanal X - Testbild
Logo des Piratensender Kanal X

„Alles dreht sich um Leipzig, wir drehen mit“

Kanal X

Die Protagonisten, sowohl vor als auch hinter der Kamera, stammten vorwiegend aus Leipzig. Sie füllten den Sender mit lokalen und globalen Nachrichten, kreativer Videokunst und aufregenden Gewinnspielen. Auf dem Programm standen auch Themen, die bisher in den von Parteien kontrollierten Medien tabu waren – wie Umweltzerstörung, der Verfall der städtischen Architektur, die Realitäten der Prostitution und die lebendige Kulturszene.

„Auf der einen Seite haben wir natürlich diese DDR kritisiert in der Form, was daran schöngefärbt wurde im Nachhinein. Aber auf der anderen Seite – der Westen ist auch nicht das, was er den Leuten am Anfang erschienen ist. Zum Beispiel diese Umstellungen in den Behörden, diese ganzen Arbeitslosen, die dann plötzlich auftauchten.“

Norbert Meißner

Kanal X

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